„Wirtschaft mit Zukunft – Wege zur nachhaltigen Produktion in Nordrhein-Westfalen“

Die Fragen nach Wohlstand und Nachhaltigkeit sind eng mit dem Thema Ressourcenverbrauch verknüpft. Unser Wirtschaftssystem basiert zu großen Teilen darauf, mit hohem Energieaufwand Dinge zu produzieren, die wir nach Gebrauch wegwerfen. Niedrige Preise für fossile Brennstoffe befeuern das Wirtschaftswachstum und Erdöl gilt immer noch als Schmierstoff der Konjunktur. Durch die Nutzung fossiler Rohstoffe wird das klimaschädliche Gas Kohlendioxid freigesetzt somit verursacht unsere Art zu produzieren den Klimawandel mit seinen kaum beherrschbaren Folgen. Der Einsatz nicht-erneuerbarer Rohstoffe muss daher — unabhängig von den vorhandenen Reserven — unbedingt eingeschränkt werden. Eine solche „Dekarbonisierung“ strebt die Umstellung auf eine Wirtschaftsweise mit möglichst wenig Freigabe von Kohlenstoff in unser Ökosystem an bei gleichzeitigem Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Einen Lösungsansatz hierfür bieten die Kreislaufwirtschaft und insbesondere die Bioökonomie. Unter dem Konzept der Kreislaufwirtschaft wird die Schließung von Stoffkreisläufen durch die Rückführung von Waren in den Produktionsprozess verstanden. Der Sammelbegriff Bioökonomie beschreibt dagegen eine verstärkte Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen. Vorrangig geht es um die Nutzung von Reststoffen aus Land- und Forstwirtschaft und damit, um Vermeidung intensiver Landnutzung durch den Anbau in Monokulturen. Das Recycling von Gütern und die Mehrfachnutzung von Stoffen sind dabei zentrale Elemente. Produkte werden möglichst oft und hochwertig wiederverwendet und erst in letzter Instanz verbrannt. Hierdurch wird der Einsatz primärer Rohstoffe minimiert und die Deponierung von Reststoffen weitestgehend vermieden.

Mithilfe der nachhaltigen Kreislaufführung von Kohlenstoff kann eine Dekarbonisierung erreicht werden. Der Mensch kann von der Natur lernen, wie Stoffe in geschlossenen Kreisläufen genutzt werden können, um Ressourceneffizienz zu erhöhen und Naturverbrauch zu verringern. Nur so kann der Rohstoffbedarf einer wachsenden Weltbevölkerung nachhaltig gestaltet werden.

Bei dem Fachgespräch am 25. Mai im nordrhein-westfälischen Landtag, wurde über die zukünftige Ausrichtung der hiesigen Industrie diskutiert. Wir freuen uns sehr, dass Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gekommen ist, um die Umweltwirtschaftsstrategie der Landesregierung vorzustellen. Ebenso freuen wir über auf interessante Keynotes von Dennis Herzberg und Dr. Reinold Achatz. Für die anschließende Diskussion konnten wir zusätzlich Buchautorin Christiane Grefe und Biochemiker Prof. Dr. Ulrich Schwaneberg von der RWTH Aachen gewinnen.

Die Vollständigke Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier

 

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