Mehr als nur Fahrrad-Parkhäuser: GRÜNE Landtagsfraktion besucht Radstationen

Um auf die vielfältigen Angebote der 72 Radstationen und ihre wichtige Funktion im Fahrradland Nordrhein-Westfalen aufmerksam zu machen, besuchten wir Abgeordneten der GRÜNEN Landtagsfraktion heute Radstationen in  unseren Wahlkreisen.

Ich habe zusammen mit Claudia Leiße (Fraktionsvorsitzende der GRÜNE im Rat der Stadt Duisburg) die Radstation am Duisburger Hauptbahnhof besucht. Dabei wurde wir von Klaus Hausschild und Michael Kleine-Möllhoff vom ADFC unterstützt. Empfangen wurden wir alle vom Geschäftsführer Frank Schellberg.

Die Radstation in Duisburg gibt es bereits seit 8 Jahren und wird getragen durch die Paritätische Initiative für Arbeit e.V.. Hier werden für die Radfahrer*innen viele Angebote im Bereich Mieten, Abstellen, Reparieren und mehr geschaffen.

Die Mobilität der Zukunft zeichnet sich durch eine intelligente Nutzung der verschiedenen Verkehrsmittel aus. Das Fahrrad als schneller, flexibler und ökologischer Verkehrsträger wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Dies gilt für Metropolen genauso wie für Mittel- und Kleinstädte. Die Landtagsfraktion will daher auch die Mobilitäts-Schnittstellen stärken. „Fahrradstationen erfüllen hier eine wesentliche Funktion. Sie sind oft viel mehr als nur Fahrrad-Parkhäuser. Ob Reparatur, Verleih, Mobilitätsberatung, Ticketverkauf und Berufsqualifizierung – Radstationen erleichtern auf vielfältige Art den Umstieg. Sie sind deshalb einer der wichtigsten Stützpfeiler des Fahrrad-Bundeslandes Nummer 1 – Nordrhein-Westfalen.

Als ausbaufähig wurde seitens Herrn Schellberg, die Sichtbarkeit im Bahnhofsbereich und die bessere, flächendeckende Vernetzung und Bekanntmachung aller Angebote in NRW angeführt. Diese Anregungen nehmen wir mit für unsere Arbeit im Landtag und auch im Rat der Stadt Duisburg, insbesondere für die Neugestaltung des Hauptbahnhofes ab 2017.

Auch der ADFC regte Änderungen an, wie beispielsweise Ladestationen für E-Bikes zu installieren und die Öffnungszeiten auf 24 Stunden auszudehnen, damit auch nachts das eigene Fahrrad aus der Stellplatzanlage geholt werden kann. Herr Schellberg griff diese Anregungen auf und versprach die Umsetzung zu prüfen.

Hintergrund:

Inspiriert vom niederländischen Vorbild ging mit der ersten Grünen Regierungsbeteiligung 1995 in NRW ein Programm zur Errichtung von 100 Fahrradstationen an den Start, in Kooperation mit dem ADFC und der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden“ (AGFS). Mittlerweile gibt es zwischen Aachen und Minden 72 Fahrradstationen – das sind etwa zwei Drittel aller Fahrradstationen in Deutschland. Die größte Radstation steht am Hauptbahnhof in Münster mit 3.300 Stellplätzen. Zum Vergleich: In Duisburg gibt es 450 Stellplätze.

Mit dem Förderprogramm übernimmt das Land den größeren Teil der Planungs- und Baukosten neuer Fahrradstationen. Alle Stationen erfüllen mindestens drei Grundfunktionen: Radfahrerinnen und -fahrer können ihre Räder hier gegen eine Gebühr bewacht parken, aber auch reparieren lassen. Zudem werden auch Räder verliehen.

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