Die Anders-Gründer – Gründerszene stärken!

Die Bedeutung der gemeinwohlorientierten Wirtschaft, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Sozial-Unternehmer, der sogenannte Social Entrepreneur achtet neben der Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens auch darauf, einen sozialen oder ökologischen Mehrwert zu generieren. Dahinter steckt also eine unternehmerische Tätigkeit, die sich für die langfristige Lösung sozialer oder ökologischer Probleme einsetzt und somit die wesentlichen Aspekte von Nachhaltigkeit vereint. Die Einsatzgebiete der gemeinwohlorientierten Gründerszene sind vielfältig, denn soziale oder ökologische Missstände finden sich in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern.

Am 3. Februar habe ich zusammen mit meinem Fraktionskollegen Arndt Klocke eine Tagung zum Thema „Die Anders-Gründer – neue Wege der sozialen Ökonomie“ veranstaltet. Die Bandbreite des sozialen Unternehmertums und die verschiedenen Ideen der Start-Up-Unternehmer*innen, wurde auf dieser Veranstaltung vorgestellt.

Im Zentrum dieser Veranstaltung standen innovative Gründungsideen, die nicht allein wirtschaftliche, sondern auch immer eine soziale oder eine ökologische Zielsetzung verfolgen. Dazu diskutierten die Teilnehmer*innen zunächst mit dem CSCP aus Wuppertal, dem Paritätischen NRW und Umweltminister Johannes Remmel über die Rolle und Bedeutung der gemeinwohlorientierten Gründerszene und ihr Verhältnis zur traditionellen Wohlfahrtspflege. Einig war man sich darin, dass die Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam erfolgsversprechend angegangen werden können. Die Ideen und das Engagement einer großen Szene von Projekten und Unternehmen, die Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen anbieten und erforschen ist längst da und muss auch in der Förderung stärker berücksichtigt werden. Wir brauchen eine echte Transformation der Gesellschaft. Um die voranzutreiben braucht es alle – Genossenschaften, Wohlfahrtspflege und neue Gründer*innen.

Die Ideen der Gründer*innen sind sichtbar und ihre Kreativität war spürbar. Höhepunkt der Veranstaltung war der erste grüne Gründerpitch, den mit Unterstützung dem Social Impact Lab Duisburg organisiert wurde. Bei diesem Pitch haben die Gründer*innen wenige Minuten Zeit ihre Idee und Inspiration darzustellen, bevor sie dann die Fragen der Anwesenden beantwortet. So kam es zu einem kreativen Austausch aller Beteiligten und zu einem guten Feedback, der sicherlich auch den Gründer*innen in der Weiterentwicklung ihrer Idee helfen wird.

„Wenn man sich intensiv mit dem Bereich der AndersGründer beschäftigt, stellt man schnell fest, dass es viele Projekte innovativer Wohnideen gibt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie wir zukünftig leben wollen“, sagte Arndt Klocke, Verkehrs-, Bau- und Wohnungspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion. „Es wird deutlich, Nachhaltigkeit sollte sich auf ökologische, ökonomische und soziale Aspekte beziehen. Wir haben beispielhaft Gebäude wie das Generationenkulthaus in Essen und die VillaMedia Wuppertal und ganze Quartiere in NRW kennengelernt, in denen das bereits heute gelebt wird. Es geht dort um ressourcenschonendes Wohnen, Arbeiten und Leben – und vor allem darum, sich gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen. Ich bin überzeugt, dass Projekte dieser Art die Urbanität dieses Jahrhunderts prägen werden“, so Klocke.

Das Potential für gemeinwohlorientierte Geschäftsmodelle ist enorm. Es braucht jetzt weitere mutige Gründer*innen, die nicht nur auf reinen Profit aus sind, sondern die Welt ein kleines bisschen besser machen wollen. Eine Übersicht über die Unternehmen, die sich im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt haben, finden Sie hier: http://duisburg.socialimpactlab.eu/community

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