„Das Stahlwerk der Zukunft ist emissionsarm“- Besuch bei Thyssenkrupp

Am Mittwoch den 22. März besuchte Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen,

gemeinsam mit Dr. Birgit Beisheim, MdL den Weltkonzern thyssenkrupp in Essen. Gemeinsam mit Dr. Achatz, Vertretern des Betriebsrats und weiteren Mitarbeitern des Konzerns, haben sich alle Beteiligten über das Forschungsprojekt „Carbon2Chem“ sowie über eine nachhaltige Ausrichtung des Weltkonzerns insgesamt ausgetauscht.

Dazu erklärt NRW-Umweltminister Johannes Remmel:

„Der Klimaschutz und die Energiewende sind treibende Kräfte für die Unternehmen, die eigene Produktion nachhaltig aufzustellen. Viele von ihnen wissen, dass sie nur  ökonomisch erfolgreich bleiben, wenn sie Klimaschutz als Treiber ihrer Innovationen und damit als Wettbewerbsvorteil begreifen und nachhaltige und innovative Produktionsmechanismen etablieren. Die industrielle Produktion selbst möglichst CO2-frei zu gestalten, ist die ‚Königsdisziplin‘ der Energiewende. Das geht nur mit innovativen, aber sehr kapitalintensiven Technologien. Deshalb müssen wir hier jede mögliche Unterstützung dazu geben. Der Standort Nordrhein-Westfalen ist in dieser Hinsicht Spitzenreiter in Deutschland“, sagt Johannes Remmel.

Dr. Birgit Beisheim, MdL und Sprecherin für Industriepolitik der Grünen-Landtagsfraktion:

„Die energieintensiven Industrien, wie wir sie hier im Ruhrgebiet vorfinden, stehen vor einem gravierenden Umbruch auf dem Weg hin zu klimafreundlichen Produktionsverfahren. Das Forschungsprojekt Charbon2Chem des Weltkonzerns Thyssenkrupp, entwickelt die Möglichkeit Hüttengas-Emissionen aufzubereiten und zu nutzen. Kern der Forschungen ist es, die Emissionen, die bei der bisherigen Stahlproduktion als Abfallprodukt in die Umwelt emittieren, als chemische Rohstoffe industriell weiter zu verwerten. Dabei werden die Gase mit ihren Bestandteilen wie Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff für die chemische Industrie aufbereitet und so dem industriellen Kreislauf wieder zugeführt“, so die Chemikerin.

Nach einer Vorstellung des Projekts durch Dr. Achatz, traten der Umweltminister und die Abgeordnete in einen Austausch mit den anwesenden Mitarbeiter*innen und dem Vorsitzenden der IG-Metall Herr Segerath. Dabei gib es insbesondere um die Zukunft der Schwerindustrie, durch die Etablierung nachhaltiger Produktionsmechanismen. „Wir GRÜNE begrüßen es außerordentlich, dass Industrieverbünde geschaffen werden, um gemeinsam aktiven Klimaschutz auch in der Schwerindustrie zu betreiben. Die Entwicklung neuer Technologien zur besseren Verknüpfung industrieller Prozesse, ist ein essentieller Baustein auf dem Weg in das Zeitalter nachhaltiger Produktion und somit zur Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort NRW“, so Beisheim.

Fotos: Thyssenkrupp

 

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